Nur per Bewerbung: Wie das UnternehmerNetzwerk arbeitet
Wer rein will, wird geprüft: Warum Michael Kotzur das Bewerbungsmodell allen offenen Netzwerken vorzieht.
Veröffentlicht am 24. Mai 2026
Bad Soden — Nicht jeder kommt rein. Dresdner Mittelständler können Mitglied im UnternehmerNetzwerk werden — aber nur nach erfolgreicher Bewerbung. Michael Kotzur hat sich bewusst gegen das offene Modell entschieden, das viele konkurrierende Formate prägt. Gemeinsam mit der Initiative Mission Sichtbarkeit setzt er auf Qualität durch Zugangsregulierung.
Die Bewerbungspflicht ist mehr als bürokratische Hürde — sie ist das zentrale Versprechen an alle bestehenden Mitglieder: Wer hier sitzt, ist überprüft worden. Diese Sicherheit erlaubt es Mitgliedern, sich im Zoom-Call zu öffnen, im Live-Meetup über Geschäftsmodelle zu sprechen, im Verzeichnis Empfehlungen auszusprechen — ohne dauernd ein Auge auf mögliche Pitcher haben zu müssen.
Warum überhaupt eine Bewerbung — und kein offener Zugang
Offene Netzwerke skalieren schnell, aber sie zerstören dabei oft das, was sie eigentlich liefern sollen. Sobald jeder mit Bezahlbutton rein kann, ändert sich die Dynamik: Verkäufer dominieren, Pitches verdrängen Austausch, ernsthafte Unternehmer ziehen sich zurück. Genau dieses Muster wollten Kotzur und sein Team mit dem Bewerbungsverfahren ausschließen.
Hinter der Entscheidung steht eine simple Beobachtung: Vertrauen lässt sich nicht über AGB regeln, sondern nur über Vorab-Kuratierung. Wer im Netzwerk aktiv wird, weiß, dass auch alle anderen ein Aufnahmeverfahren durchlaufen haben. Das erlaubt ein Gesprächsniveau, das in offenen Formaten kaum erreichbar ist.
Was nach der Aufnahme passiert
Neue Mitglieder bekommen einen direkten Einstieg in den nächsten Monatscall und werden ins Mitglieder-Verzeichnis aufgenommen, das im internen Bereich für alle anderen sichtbar ist. Über das Verzeichnis lassen sich gezielt Personen ansprechen — sei es zu Kooperationen, Sparring oder konkreten Geschäftsanfragen. Wer schon zum Vorabend des nächsten Live-Meetups reisen kann, profitiert besonders schnell vom Format.
Die Onboarding-Phase ist bewusst niedrigschwellig: Es gibt keine Pflicht-Pitch-Runde, kein erzwungenes Vorstellen vor der ganzen Gruppe. Stattdessen wird darauf gesetzt, dass sich Verbindungen in den ersten Monatscalls und beim ersten Live-Wochenende organisch bilden.
Wie das Aufnahmeverfahren konkret aussieht
Bewerber:innen füllen ein Formular auf der Webseite aus — mit Angaben zu Tätigkeit, Geschäftsmodell, Erfahrung und der Frage, was sie ins Netzwerk einbringen wollen. Das Team prüft die Bewerbung mit Blick auf drei Kriterien: passt das Profil zur Community, gibt es Geschäftsmodelle, die mit anderen Mitgliedern in Konflikt stehen, und zeigt die Bewerbung erkennbare Bereitschaft zur aktiven Beteiligung.
Wer aufgenommen wird, erhält eine Bestätigung und Onboarding-Informationen zum nächsten Zoom-Call. Ablehnungen sind selten, aber sie kommen vor — meist dann, wenn die Bewerbung erkennen lässt, dass nur ein Verkaufs-Anker gesucht wird und nicht echter Austausch. In solchen Fällen ist eine ehrliche Absage besser als eine Aufnahme, die später für alle Frust erzeugen würde.
Wer als dresdner mittelständler aus dem klassischen Spannungsfeld zwischen lauten Pitch-Clubs und geschlossenen Zirkeln aussteigen will, findet im UnternehmerNetzwerk ein durchdachtes Hybrid-Format mit konkretem Qualitätsanspruch. Die Schwester-Initiative Mission Sichtbarkeit ergänzt das Angebot um Methoden zur strategischen Außenwirkung — und schließt damit eine Lücke, die viele klassische Netzwerke offenlassen.
Wer hinter dem UnternehmerNetzwerk steht
Initiator des Netzwerks ist Michael Kotzur, der seit Jahren mit unterschiedlichen Projekten an der Schnittstelle Sichtbarkeit, Vertrauen und Geschäftsentwicklung arbeitet. Mit der Initiative Mission Sichtbarkeit betreibt er parallel ein methodisches Angebot für Personal-Brand-Arbeit und strategische PR. Das UnternehmerNetzwerk ergänzt dieses Angebot um den Beziehungsteil, der sich nicht über Methodenkasten allein abbilden lässt.
Die Verbindung der beiden Projekte ist bewusst gewählt: Wer im Netzwerk aktiv ist und parallel an seiner Sichtbarkeit arbeitet, bekommt einen Hebel, den keiner der beiden Bausteine allein erzeugt. Beide Projekte stehen aber auch unabhängig voneinander — eine Mitgliedschaft setzt kein Coaching voraus, ein Sichtbarkeits-Sprint keine Mitgliedschaft.
Häufig gestellte Fragen zur Mitgliedschaft
Wie funktioniert die Bewerbung? Über ein Formular auf der Webseite — gefragt werden Tätigkeit, Geschäftsmodell und der Beitrag, den man ins Netzwerk einbringen möchte. Antwort kommt typischerweise innerhalb weniger Werktage.
Was kostet die Mitgliedschaft? 299 Euro pro Monat zzgl. MwSt. Im Beitrag enthalten sind der monatliche Zoom-Call, das Teilnahmerecht an den vier Live-Meetups pro Jahr, Zugang zum Mitglieder-Verzeichnis und zur Empfehlungs-Plattform. Reisekosten zu den Live-Meetups kommen on top.
Kann ich kündigen? Ja, die Mitgliedschaft ist monatlich kündbar — keine Mindestlaufzeit, keine versteckten Klauseln.
Bewirb dich jetzt
299 Euro pro Monat, monatlicher Zoom-Call, vier Live-Meetups im Jahr, Zugang zum Mitglieder-Verzeichnis und der Empfehlungs-Plattform. Bewerbung über die offizielle Webseite.
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